Schäuble – Wenn das Opfer zum Täter wird


Die Gesetzesentwürfe, Vorschläge für die Terrorismusprävention und Bekämpfung und die Überwachung des deutschen Volkes von Seiten Schäubles sind den meisten bekannt. Doch die wenigsten wissen, was wirklich dahinter steht. Denn Schäuble ist mehr als nur „Überwachungsverrückt“, und im Prinzip kann er selbst nichts dafür. Das Problem liegt in seiner Vergangenheit. Am 12. Oktober 1990 wurde Wolfgang Schäuble Opfer eines Attentates. Auf einer Wahlkampfveranstaltung in der Gaststätte „Brauerei Bruder“ in Oppenau schoss der Attentäter mit einem Smith & Wesson Revolver Kaliber .38 drei mal von hinten auf Wolfgang Schäuble. Die erste Kugel traf ihn am Kiefer, die zweite blieb im Rückenmark stecken und die dritte wurde von seinem Leibwächter abgefangen. Während dem laufenden Verfahren stellte sich heraus, dass der Angreifer unter paranoid-halluzinatorischer Schizophrenie, auch als Verfolgungswahn bekannt, litt. Daher war erin den Augen des Gerichtes Schuldunfähig und wurde in die Psychatrie eingewiesen. Wolfgang Schäuble ist seit dem Attentat ab dem dritten Brustwirbel (Entspricht der höhe der Achselhöhlen) abwärts gelähmt und auf einen Rollstuhl angewiesen.
Doch das Attentat hat noch weitere, nicht so offensichtlich erkennbare Spuren an Herrn Schäuble hinterlassen. Denn seit dem Attentat 1990 leidet er an einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). Das ist bei weitem nichts unnormales. Naomi Breslau nahm in ihrer Studie von 1998 Schussverletzungen als typisches Beispiel der PTBS-Auslöserkategorie „mit Waffe verletzt“, die ihr zufolge bei Männern mit einer Wahrscheinlichkeit von 18,1% zu einer PTBS führt. Ein kurzer Auszug aus Wikipedia zu PTBS lässt einfacher verstehen, was gemeint ist:

Die Posttraumatische Belastungsstörung (Abk.: PTBS; engl.: Post-traumatic Stress Disorder, Abk.: PTSD) fasst unterschiedliche psychische und psychosomatische Symptome zusammen, die als Langzeitfolgen eines Traumas oder mehrerer Traumata auftreten können, dessen oder deren Tragweite die Strategien des Organismus für eine abschließende Bewältigung überfordert hat.

Oder mit anderen worten: Schäuble verkraftet das Attenta nicht. Immernoch nicht. Das gravierende an Schäubles PTBS ist jedoch die übliche Folge von PTBS, welche Herr Dr. phil. Markos Maragkos, Diplom-Psychologe der Universität München in einem Interview mit Peter Mühlbauer vom Onlinemagazin „Heise“ erklärt:

Frage: Kann sich eine Posttraumatische Belastungsstörung auf die Fähigkeit auswirken Gefahrensituationen richtig einzuschätzen und angemessen auf solche zu reagieren?
Dr. Maragkos:
Das kann sie auf jeden Fall, weil bei den Menschen, die eine PTBS entwickelt haben, die Antennen für Gefahr weit ausgefahren sind. Das heißt, selbst das Zuknallen einer Tür wird als potentieller Reiz für den Beginn einer erneuten Traumatisierung missdeutet.

Daraus ist zu schließen, dass Herr Schäubles Tür zugeknallt wurde, durch welches Event genau darauf kann man nicht schließen. Mit anderen Worten haben wir in unserer Politik, in unserer Regierung ziemlich weit oben eine Person sitzen, welche für die innere Sicherheit zuständig ist und gleichzeitig müssen wir davon ausgehen, dass diese Person nicht Fähig ist, Gefahrensituationen richtig einzuschätzen und angemessen darauf zu reagieren. Herr Wolfgang Schäuble unterstellt alle Gesetze und Rechte des Menschen einem fiktiven Grundrecht auf Sicherheit. Die Persönlichkeitsrechte, Rechte auf Privatsphäre und Datenschutz werden dabei von einer Welle von Überwachungs- und Sicherheitswahn überrollt. So wird Schäuble, Opfer eines Attentates selbst zu einem Täter, der unsere Grundrechte terrorisiert.

Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Sch%C3%A4uble
http://de.wikipedia.org/wiki/Posttraumatische_Belastungsst%C3%B6rung
http://www.schaeuble-wegtreten.de/
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25046/1.html (Zu Schäubles Symtomen)
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25042/1.html (Interview mit Dr. Maragkos)
http://www.paed.uni-muenchen.de/~maragkos/

Des weiteren vielen Dank an folgende Seiten:
http://www.schaeuble-wegtreten.de
http://www.vorratsdatenspeicherung.de
http://www.ccc.de
http://ec.europa.eu/justice_home/fsj/privacy/
http://www.stasizwopunktnull.de/
für die umfassende Aufklärungsarbeit über Datenschutz, aus welcher unter anderem viele Erfahrungen in diesen Artikel eingeflossen sind und welche im Grunde erst für die Erstellung des Artikels gesorgt haben.

Copyrighthinweis: Gerne darf jeder diesen Artikel kopieren und in die Welt hinaustragen! Allerdings bitte ich darum, die Quelle anzugeben, damit nicht vergessen wird, wer sich die Mühe und Arbeit gemacht hat.

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~ von v3rtico - März 30, 2008.

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