15 Jahre WWW

Millionen von Menschen nutzen es jeden Tag. Das World-Wide-Web. Doch vor gerade einmal 15 Jahren wurde es erst für die Öffentlichkeit erreichbar, genauer gesagt am 30. April 1993. Die Idee des WWW für die Öffentlichkeit stand Anfangs vor einer großen Hürde: Der Benutzerfreundlichkeit. Um das Internet für Jedermann nutzbar zu machen, musste man mit einem einzigen Klick seine Daten in die ganze Welt hinaussenden und ebenso einfach andere Daten abrufen können. Um dies in allen Ländern der Erde verfügbar zu machen, mussten einheitliche Standarts von der gesamten Erdbevölkerung benutzt werden. Tim Berners-Lee vom Kernforschungszentrum CERN in Genf hat diesen Standart geschaffen. Im Oktober 1990 begann der Brite mit seinem „World Wide Web“-Projekt. Erste Ergebnisse lagen im November vor. Ein Browser und ein Webserver waren fertig programmiert. Der Server stellte die Daten übers Internet bereit, der Browser rief sie ab und machte sie auf dem Monitor des Nutzers sichtbar. Am Heilig Abend 1990 hat er es dann endgültig geschafft. Abends um halb elf geht der erste Webserver online. Über das Rechnernetz des CERN hat der Wissenschaftler Zugriff auf die anderen Rechner in seinem Institut. Vom ersten „Prototyp“ bis zur weltweiten Umsetzung des WWW dauerte es noch knapp drei Jahre. 1991 veröffentlichte Berners-Lee seine Software kostenlos im Internet. Sie verbreitete sich schnell. Bei den damaligen Entscheidungsträgern der Internet Engineering Task Force (IETF) stieß Berners-Lee mit seinem World Wide Web jedoch zunächst auf Widerstand. Berners-Lee setzte sich durch. Am 30. April 1993 gab er sein World Wide Web zur allgemeinen Nutzung frei. Jeder dürfe seine Ideen und Erfindungen in Zukunft lizenzfrei verwenden, gab er öffentlich zu Protokoll. Patente existierten nicht. Die Erfindungen des Informatikers waren kostenfrei zu nutzen. Das WWW ist nun die wohl meist genutzte Freeware der Welt.
Tim Berners-Lee, der Gutenberg des Cyberspace, lebt heute in den USA. Er hat eine Professur am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston. Seit 1994 ist Berners-Lee Direktor des World Wide Web Consortiums (W3C). Das W3C entwickelt neue Standards und Richtlinien fürs Web. Es sorgt dafür, dass alle eingesetzten Technologien untereinander kompatibel sind. Das Web der Zukunft ist semantisch, hofft Berners-Lee. Computer sollen in der Lage sein, die Inhalte von Dokumenten zu verstehen und sinnvolle Querbezüge zwischen ihnen herzustellen. Vom sogenannten Web 2.0 hält Berners-Lee dagegen überhaupt nichts. „Niemand weiß genau, was der Begriff bedeutet“, meint Berners-Lee. Und wenn man immer sage, das Web 2.0 verbinde Menschen, das Web 1.0 dagegen nur Computer, dann sei das völlig falsch. Sein Ziel sei stets gewesen, Menschen, nicht Computer miteinander zu verbinden. „Das ist die Idee, die hinter allem steckt.“

Nun also auch von Tekster alles Gute zum Geburtstag, WWW!

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~ von v3rtico - Mai 1, 2008.

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